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Zitat von AxelM
Der Tenor war, nach Möglichkeit so wenig wie möglich temp. Dateien auf der SSD abzulegen.
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Das stimmt. Das Internet ist voll von merkwürdigen Beiträgen, die immer wieder kopiert und neu eingestellt werden: Übervorsichtige User und solche, die mit Benschmarks ständig ihre Systeme checken, geben solche Empfehlungen. Diese User jagen dem hier nach: Möglichst schneller Windows-Start, möglichst hohe fps-Raten in ihren Games, möglichst hohe Transferraten im I/O-System, möglichst hohe Ghz auf der CPU. Ihr Optimum: Windows 7 64bit, 2 SSDs, 1 Game. Fertig. Mit normalen, brauchbaren PCs hat das nicht sehr viel tun. Aber das ist meine Meinung. Auch nur eine von vielen.
Ich denke, sie verunsichern damit aber eher als dass sie helfen. Die Hersteller sehen das nämlich durchaus für den Praxisalltag anders. Seriöse Fachbeiträge betonen i. d. R. den Vorteil der SSDs im Zusammenhang mit den temp-Dateien.
Ein Beispiel, woran diese Einschätzungen liegen mögen: Etliche Temp-Dateien werden in 4K-Blöcken geschrieben oder bestehen aus sehr kleinen Dateien, die höchstens einen Plattensektor einnehmen. Das Interessante ist: Gerade die Hochgeschwindigkeits-SSDs haben Probleme mit sehr kleinen Dateien und sind da überraschen lahm. Sie zeigen Ihre Performance erst bei großen Datenübertragungen am Stück. Die erwähnten Tipps resultieren vermutlich aus solchen Beobachtungen, wobei sich dennoch nichts verallgemeinern lässt. Etliche temp-Dateien werden als sequenzielle Dateien am Stück geschrieben und gelesen. Hängt vom Programm ab.
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Zitat von AxelM
Die Auslagerungsdatei liegt auf der 500GB-Platte.
Macht das so Sinn, oder sollte man die Auslagerungsdatei auf die SSD legen?
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Wenn Du genug RAM hast, wird Deine Auslagerungsdatei nur sehr selten gebraucht. Lasse sie ruhig auf der HDD. Dann geht es im schlimmsten Fall für wenige Momente mal etwas langsamer, sobald sie beschrieben wird. Kommt das allerdings häufig vor und spürst Du Verzögerungen (das ist sehr Anwendungsabhängig), dann prüfe mit dem Ressourcenmonitor, ob da gerade Seitenfehler auftreten. Teste dann mal die Auslagerungsdatei auf der SSD.
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Zitat von AxelM
Was ist mit den temp. Dateien von Premiere, sollten die auch auf die SSD? Aber man liest ja immer wieder, dass der Cache von Premiere nicht auf der Systemplatte liegen sollte.
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Ich sage: Ja. Auf die SSD. Bei SSDs ist der Konflikt mit den Systemdateien weniger kritisch, weil sie ja rasend schnell arbeiten und selbst konkurrierende Zugriffe schneller bedient werden als Parallelzugriffe auf zwei HDDs.
Trotzdem: Wenn Du sehr viel mit Video arbeitest, kann es sinnvoll sein, irgendwann eine zweite SSD einzubauen, die für die Work-Projekte gedacht ist und wo sich auch Caches befinden können. So mache ich es.
Hatte ich es nicht schon angeregt? Lieber 2x 256GB SSD als 1x 512GB. Lieber 2x 128GB als 1x 256 GB.
128GB ist aber für das System gut gewählt. Ich kann mir vorstellen, dass Du irgendwann eine 256GB SSD zusätzlich einbauen wirst - weil man sich so schnell an diese Geschwindigkeiten gewöhnt ...
Also: Dein System ist so, wie es ist, sehr gut - und es bietet Potential, für künftigen Bedarf ausgebaut zu werden. Z.B. mit SSDs oder weiteren Platten für Sicherungszwecke. Beispiel: In meinem PC brummen intern 9 Festplatten, davon 3 allein für Sicherungszwecke und Primär-Archive (weil ich es satt hatte, die Backups so unerträglich lahm über die externen Anschlüsse krabbeln zu lassen - und meine Backups beinhalten Adobe Projekte im GByte-Format, nicht nur Briefe oder E-Mails. Da macht es einen riesigen Unterschied, ob man mit 30MB/s oder mit 100MB/s wegschreibt. ).
Beste Grüße,
Reiner