Na dann ist die Erklärung besonders einfach.
Es ist nicht die Norm, dass man in einer timeline mischt, was immer man vor die Objektive bekommt.
Das ist ein modischer Effekt, der in der Gegenwart zu extremen Wildwuchs führt.
Das man verschiedene Formate in einer timeline verarbeiten kann, heißt ja noch nicht, dass es opportun ist.
Spätestens hier merkt man meine Abneigung gegen diesen Modewahn.
Worin ist diese Abneigung begründet? keine Bange ich komm schon noch zum Thema......
Genauso, wie man unterschiedlichste Nahrung zu sich nehmen könnte, sich bei Beschwerden wundert, ist es mit den Videoformaten.
Man kann es machen, ob man es macht, hängt von vielen Parametern ab.
Bedingung für einen Bearbeitung in Premiere ist es, eine Sequenz zu erstellen, die das Schneiden ermöglicht. Diese sollte im Normalfall den Quelldateien entsprechen, um einen reibungslosen Schnitt zu ermöglichen, während der Vorschau nicht unnötig belastend umrechnen zu müsse, im Idealfall in diesen Einstellungen zu exportieren.
Die Sequenz ist die Basis.
Mische ich jetzt in dieser Sequenz die Formate, deren Auflösungen, deren PAR, vorallem deren framerates, muss Premiere jeden dieser clips nach
diesen Parametern behandeln.
Es muss im Falle der unterschiedlichsten framerates eventuell Konversionen durchführen.
All das bedeutet extreme Rechenarbeit, interpolierte Bilder, unterschiedliche Farbräume, die Vorschau wird nur durch rendern in Echtzeit ablaufen, vor allem, wenn jetzt noch globale Effekte genutzt werden.
Bei einer sequenzkonformen Bearbeitung wird dies meist ohne zu rendern in Echtzeit funktionieren.
Beim Export bedeutet solch Arbeitsweise immens viel Zeitaufwand, das Ergebnis wird nicht so recht überzeugen, es kommt zum typischen Ruckeln bei interpolierten Bildern, zu pixligen Ergebnissen bei DV Material auf HDTV skaliert und so weiter.
Es gehört sehr viel Sachverstand dazu, solch Multiformatprojekte zu planen und umzusetzen.
Bedingung ist immer eine zu erstellende Sequenz, welche Dimensionen diese haben soll, entscheidet der cutter nach vorliegendem Material.
Premiere ermöglicht in den aktuellen Versionen eine extreme Bandbreite
nutzbarer Formate, meist in nativer Verwendung.
Die Umsetzung der Multiformatsequenz erfolgt ebenso auf recht hohem Niveau, ich kenne kein NLE, dass dies besser erledigt.
Kompromisse sind aber trotz allem ein immerwährendes Wagnis.
Ich versuche diese Arbeiten in den jeweils dem Material zugrundelegenden Dimensionen zu erledigen, je nach Bedarf verlustlos zu exportieren, um dann in einer finalen Sequenz erst zusammenzuführen.