Wer wirklich einen Film für's Kino machen will, der interessiert sich für andere Dinge, als für die Auflösung. Schon viele Filme in PAL-Auflösung waren im Kino (wie auch 28 days later) und schon viele davon haben in Cannes abgeräumt. Das Blair Witch Project hat neben der geringen Auflösung noch schlechte Lichtverhältnisse und schlechte Kontraste - aber das hat auch niemanden interessiert... Bei all den Filmen, die in PAL aufgezeichnet und auf 35mm kopiert wurden, war die Auflösung NIE ein Kritikpunkt.
Man kann ohne Schauspieler einen Kinofilm produzieren, mit einem Budget von 7'000 Euro total (inkl. Kamera) einen Millionenhit landen (Robert Rodriguez), es gibt Kurzfilme, es gibt Handyfilme, .....
es gibt keine Grenzen und schon gar nicht bei der Auflösung. Auch mit der XL1 und der XL2 wurden schon Kinofilme produziert (auch auf 35mm kopiert) - wenn der Rest stimmt, interessiert die PAL-Auflösung niemanden - wie viele haben denn bei all den PAL-Filmen im Kino überhaupt gemerkt, dass die nicht von Anfang an auf 35mm waren?
Die DVX100 hat eine so bemerkenswerte Lichtstärke und einen so starken Kontrastumfang (mit den Cine-Gamma Kurven kann der Kontrastumfang noch sehr stark gesteuert werden) und bei Bedarf den Tiefenschärferaum von 35mm Kameras - das schafft keine Kamera in dieser Preisklasse. Die DVX100 macht PAL für die Kinoleinwand - nicht mehr und auch nicht weniger.
Viele Leute mühen sich ab, beschreiben zu wollen, was denn dieser geheimnisvolle "Kinolook" ist. Ist ein "Kinolook" überhaupt mit einer MiniDV Kamera machbar?
Ein digitales Video sieht einem 35mm-Kinofilm täuschend ähnlich, wenn
1) die Beleuchtung während der Dreharbeiten gut war (das ist die Basis für den Kontrastumfang)
2) die Kamera gut geführt wird - eventuell sogar Kamerafahrten mit Rollstuhl (wie Robert Rodriguez auch bei "Desperado" noch machte), Dolly o.ä. und tolle Perspektiven (Vogelperspektive: bei Robert Rodriguez ohne Kamerakran einfach von der Leiter aus - oder Froschperspektive: Kamera auf den Boden und nach oben schwenken)
3) in 25 Vollbildern gefilmt wird (DVX100), oder wenigstens 25 Vollbilder gut imitiert werden (Canon XL H1, Sony FX1

)
4) der Film auf eine Leinwand projiziert wird und der Projektor einen grossen Kontrastumfang hat
5) der Ton sauber ist (kein Wind im Mikrofon, keine Bandlaufgeräusche, etc.)
Nein - die Auflösung brauche ich nicht aufzulisten, denn sie ist weit hinter den eben genannten Faktoren. So weit dahinter, dass sich eben auch Wim Wenders für die DVX100 entschieden hat (aber nicht in "Buena Vista Social Club"

).
Im Forum der DVX100 kann man mehrere Emmy-nominierte Leute treffen (sie alle Filmen mit der DVX100) und Barry Green, einer der Moderatoren und der Verfasser des DVX100-Buches hat auch schon als Producer einen Emmy erhalten.
Wer fragt da noch nach der Auflösung? - Die DVX100 ist nun mal keine 35mm Kamera, aber für ihr Geld ist sie DIE Kamera, die für 3000 Euro immer wieder Filme ins Kino gebracht hat, bringt und bringen wird (jetzt kommt ja die DVX100B - darum eben der Preissturz bei der DVX100A). Wäre die Kamera nicht so beliebt, wäre sie wohl jetzt verschwunden, wo die HVX200 rauskommt und Kinofilme in HD verspricht.