Zitat:
Zitat von Cici
... vor allem, wenn man damit nicht mehr viel macht. Man kann es gerne hart schneiden oder aber runterkonvertieren auf SD, aber sobald man die Bilder in puncto Farben aufwändig bearbeiten will oder aber komplexe Effekte wie Greenscreen, Zeitverzerrungen etc. einbaut, wirken die Frames in den GOPs von HDV teils verstärkend beim Herauskristallisieren von Fehlern. Das kommt daher, dass in den GOPs viele Frames (z.B. 14 von 15 frames!!) viele Informationen aus einem vorhergehenden Frame kopieren, obwohl sich die Licht- und Farb-Situation innerhalb dieser dreiviertel Sekunde längst geändert haben kann. Die Farben sind übrigens auch nicht volle 4:4:4 (100% Farbinformation) sondern 4:2:0 bzw. 4:1:1 (nachschlagen, wenn Du was nicht verstehst). Kurz: es fehlt viel Information, die dann zu akzeptablen "Erdichtungen" führt, welche aber zusammen mit den Effekten verkrüppelt werden und es kommt dabei ein sichtbarer Fehler raus.
Also möglichst das Material so lassen wie es ist - weder MPEG4 daraus machen, noch starke Zeitlupe, noch Greenscreen, was auch alles bei Naturdokus nur selten nötig ist, dann kriegt man mit der FX7 fantastisches Material hin - besser als das Material der HD-Werbesendung.
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Cici, du beschreibst meines Erachtens die Eigenschaften von HDV zu negativ, selbstverständlich kann man auch mit HDV-Material mehr Nachbearbeitung machen, als nur harte Schnitte. Ich mache das regelmäßig mit Vegas und Edius, und bekomme schon durchaus gute Ergebnisse damit. Ich sehe das zwar sehr wohl so, dass wir hier von einem Consumer-Format sprechen - aber die Limitierungen beim Farbsampling von 4:2:0 hatten wir schon bei DV. Natürich kann es besser sein, über Intermediate codecs nachzubearbeiten, wenn man intensiv in Richtung auf Compositing geht. Aber ich bin mit dem Format eigentlich schon sehr zufrieden - wobei es halt die Frage ist, was man für Ansprüche hat.
Es stellt sich halt m.E. hier die Frage, ob jemand, der von einer kleinen GS12 kommt, gleich derartige Profi-Ansprüche stellt, wie du sie hier anlegst. Sollte das der Fall sein, würde ich gleich auf Profi-Akquisitionsformate gehen - und Profi-Camcorder. Dann reden wir aber halt von zirka 5000 - 8000 Euro aufwärts, dass sollten wir gleich dazu sagen.
Sollte das also nicht gewünscht sein, können für den hier angeführten Zweck sehr wohl professionellere HDV-Geräte reichen (FX7, Canon A1 in einer bis zu 3000 Euro Klasse, oder bei der eher 7000 Euro Klasse die demnächst erhältliche Sony EX1 - oder auch die Panasonic HVX200, die aber von der EX1 offenbar in Dingen wie der Bildschärfte und 1080 25p in full HD übertroffen werden wird).
Zitat:
Zitat von wattnu
Cici,
vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Weißt Du, ob Media Studio Pro 7 bei einer Konvertierung von HDV in SD akzeptable Ergebnisse liefert oder ob ich besser zunächst direkt in SD aufnehme?
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Nein, der MSP7 ist bei der Konversion von HDV zu SD ungeeignet, weil erst die MSP8 Version die korrekte Farbraumumwandlung bei der downconversion von HD zu SD beherrscht. Und das ist von deutlich größerem Einfluß, als etwa die angeführte denkbare Farbverschiebung über eine GOP, wie von Cici beschrieben.
Entweder, du machst das Upgrade zum MSP8 - aber bitte dabei nicht zu übersehen, dass der MSP8 von Corel einerseits nicht mehr weiter entwickelt werden dürfte, und andererseits für den HD-Schnitt nicht die bestmögliche Software ist. Ich würde an deiner Stelle da eher über einen Wechsel nachdenken, was die Software angeht - für den HDV-Schnitt sind es die üblichen, verdächtigen Kandidaten wie Sony Vegas 8, Canopus Edius 4.5x, LE oder Adobe CS3.