Hallo Forum.
Ich komme aus der Fotografie, und möchte meinen kreativen Spielraum mit dem Kauf einer Videokamera erweitern.
Habe das Kaufberatungs-pdf sorgfältig durchgelesen, offene Fragen gibt es dennoch.
Kann man wie bei Fotokameras die Vor- und Nachteile der einzelnen Hersteller pauschalisieren, nach dem Motto "Marke X ist eher für Action, Marke Y eher für inszenierten Film, Marke Z eher für den Schnappschuss, ehm Schnappfilmer - oder ist die Modellpalette dafür zu umfangreich?
Mich interessiert, wie man die Belichtung beeinflusst: Wahrscheinlich spielt die Anzahl der B/s, also auch deren Länge, eine Rolle. Dann natürlich die Blende, und der ISO-Wert. Wie in der Fotografie, oder hab ich was übersehen?
Desweiteren: Inwiefern kann man in der Einsteigerklasse, sagen wir mal bis 500€, überhaupt die Blende als gestalterisches Mittel benutzen?
Das ist ja von der Sensorgröße abhängig - diese ist aber doch bei den meisten Kameras gering, vergleichbar mit denen von kompakten Digitalkameras. Oder?
Wenn man schon bei Offenblende und im WW bis Normal-Bereich Schärfentiefe über hunderte von Metern hat, macht die Blende, von langen Brennweiten mal abgesehen, ja fast nur zur Belichtungsmanipulation Sinn.
Oder? So kenne ich es jedenfalls von der Fuji F30 meines Bruders bei f2,8 und einer Sensorgröße von 1/1,6".
Inwiefern unterscheidet sich das Rauschverhalten der verschiedenen Modelle? Mir persönlich ist es sehr wichtig, dass ich auch bei schlechten Lichtbedingungen die Verschlusszeit der Einzelbilder (relativ) konstant kurz halten kann, somit bleibt ja nur noch eine Erhöhung des ISO-Wertes, sowie die maximale Offenblende. Oder? Gibt es dafür irgendwelche Camcorder-Standardempfehlungen?
Wo liegt beim durchschnitllichen Camcorder die förderliche Blende?
Oder anders gefragt: Ist es wie bei (D)SLR-Wechseloptiken in der Fotografie, dass ein leichtes Abblenden die Qualität der Aufnahme erhöht?
Bei Kompaktkameras ist ja auch dies zu vernbachlässigen, deswegen gehen die ja auch meist nur bis maximal f8 - daher scheint das unterschiedlich zu sein.
Und wer sich durch meine ganzen fragen da oben gewurschtelt hat, hier noch:
Ich möchte viele manuelle Einstellungen vornehmen können, jedenfalls wenn sie sinnvolle Aufnahmeparameter beeinflussen.
Effekte brauche ich keine.
Ich bin es gewohnt, meine DSLR mit vielen "Individualfunktionen an meine Bedürfnisse anzupassen, auch ohne tief ins Menü zu müssen. Wie ist das bei Camcordern?
HD kann, muss aber nicht, erst recht nicht wenn es das ISO-Rauschen aufgrund von einer höheren Pixeldichte verstärkt. Kann man sagen: HD rauscht tendenziell mehr als PAL?
Ausgeben wollte ich eigentlich 300€, sollte es aber Sinn ergeben mehr auszugeben wäre ich auch dazu bereit - hängt natürlich vom Sinn ab
Habe wahrscheinlich vieles vergessen - da ich aber eh wenig Ahnung habe, lasse ich das mal so stehen und warte auf die ersten Reaktionen.
MfG, die Flitzpiepe
Edit:
Robustheit ist auch so ein Thema... Wieviel halten die Geräte der Consumer/Prosumer-Klasse aus, stechen bestimte Geräte hervor?
Eine Videoleuchte sollte anbringbar sein - vielleicht geht da eh grundsätzlich?
Außerdem ist ein Mikro-Anschluss ein must-have - XLR wäre schön aufgrund von Bandaufnahmen, muss aber nicht, kostet wahrscheinlich auch einen Batzen - die Tonspuren könnte ich auch einfach über unser Aufnahmegerät erfassen und später übers Video legen...
Wie man sieht, suche ich eine eierlegende Wollmilchsau - jetzt müsst ihr mir helfen, damit ich die für mich irrelevantesten Kompromisse finde.
ich bin bereit mich ernsthaft mit dem Filmen auseinanderzusetzen - obwohl dies also mein erster Camcorder sein wird, gibt es keinen Grund eine Vollautomatik-Urlaubs"knipse" zu kaufen.