Hallo zappa58,
zuerst einmal der Hinweis auf das Datenblatt der XA10, schau bitte mal hier:
Canon XA10 - Professionelle Camcorder - Canon Deutschland
Ich habe die Kamera ja noch nicht so lang und momentan auch noch keinen Blue Ray-Brenner, daher habe ich die wenigen kleinen Filmchen, bis jetzt auch auf DVD im PAL-DVD-Standard (720x576, 16:9) ausgegeben. Ich verwende das Schnittprogramm Magix Video de Luxe 17 Premium. Die Filmeinstellungen habe ich aber so gewählt, wie sie das Datenmaterial vorgibt; dadurch kann ich demnächst nochmal auf BD ausgeben, um zu vergleichen.
Bisher habe ich bei den Aufnahmen nur den SP-Modus genutzt und im Schnittprogramm getestet. Im SP-Modus passen mehr als 18 Stunden auf den internen 64 GB-Speicher; das ist so viel, dass ich es noch nicht für erforderlich ansehe, die beiden Schächte für SDHC-Karten zu belegen (in einem habe ich eine 4 GB-SD-Karte, auf der ich meine individuellen Kameraeinstellungen gesichert habe. Im Übrigen kann man wählen, ob jede Szene als einzelne kleine Datei abgelegt werden soll, oder ob die Kamera eine fortlaufende Datei erstellt. Ich habe momentan die erste Veriante gewählt; das erspart mir den Grobschnitt, weil die (i.d.R.) ca. 10 sec.-Szenen so wie aus DV-Material erzeugte Takes zu verwenden sind. Das HD-Material der XA10 lässt sich völlig problemlos auf meinem (auch neuen) i7-PC verarbeiten.
Nur so viel: die Auflösung und Bildqualität der XA10 ist außerordentlich gut (Auflösung besser als bei meiner XM2; Bild wirkt anders (deutlich schärfer) als das der XM2 - ob das nun besser oder schlechter ist, ist sicher Geschmacksache). Am vergangenen Freitag habe ich (mal wieder) eine Abschlussveranstaltung in unserem Kindergarten aufgenommen, um einen Film zu machen. Das waren sozusagen die ersten Aufnahmen, bei denen es darauf ankam, keine Fehler zu machen. Da ich im schlecht beleuchteten Innenraum filmen musste, habe ich auch nur mit der manuellen Einstellung gearbeitet.
Fazit: was die Bedienbarkeit angeht, hatte meine XM2 klare Vorteile durch mehr außen liegende Bedienelemente und die Kameragröße.
Die Hauptzoomwippe der XA10, die von rechts nach links und nicht von vorn nach hinten zu bewegen ist, ist auch nicht besonders gut angeordnet -ich habe Probleme, sie ohne Verwackeln der Kamera zu bedienen. Allerdings gibt auf dem Henkel aber eine Zweite, man muss sich nur daran gewöhnen, sie auch zu benutzen. Das Problem der XA10 ist, dass sich die Schlaufe bei großen Händen nicht weit genug einstellen lässt.
Habe aber im Verlauf des Nachmittags gemerkt, dass man sich langsam daran gewöhnt. Die Aufnahmen sind - und das muss ich nochmal betonen - auch bei schlechten Lichtverhältnissen außerordentlich gut und man kann mit Tiefenschärfe arbeiten. In dem Saal, in dem ich gefilmt habe, gibt es immer Probleme, einen optimalen Weißabgleich durchzuführen (meine Frau fotografiert mit einer Spiegelreflex; ich stelle dort bei der nur noch das RAW-Format ein, weil ein richtiger Weißabgleich einfach nicht hinzubekommen ist). Mit der Kelvin-Einstellmöglichkeit bei der XA10 ist der Weißabgleich dagegen überhaupt kein Problem mehr. Man verändert die Farbtemperatur manuell so lange, bis einem das Bild gefällt.
Daher frage ich mich, weshalb so wenige Hersteller diese manuelle Farbtemperatureinstellung nicht generell vorsehen. Der bei den meisten Kameras vorhandene manuelle Weißabgleich bringt bei komplizierten Mischlichtverhältnissen eh' nicht das, was man erwartet.
Ich freue mich schon auf unsere nächste Fernreise im Januar, weil ich dann wirklich deutlich weniger zu schleppen habe. Die XA10 wiegt, wenn man alles Zubehör mitrechnet, vielleicht 1/3 der XM2. Ich bin noch beim Überlegen, mich aus Gewichtsgründen auch von der Canon-Spiegelreflex zu verabschieden und mir als Alternative (wegen des größeren APS-C-Sensors) die Systemkamera Samsung NX11 zuzulegen. Leider kostet das erst kürzlich auf den Markt gebrachte Superzoom-Objektiv (18-200) noch 760 €, was viel zu teuer ist. Mal sehen, wie sich der Preis bis Dezember entwickelt.
Falls du noch Fragen zur XA10 hast, melde dich.
Gruß vobe49