AW: Der beste Stop-Motion-Draht?
Über dieses Thema kann man sicher ganze Bücher schreiben ... ganze Filme werden darüber ja gemacht.
Oft wird Aluminiumdraht empfohlen. Für Deinen Zweck kann ich mir auch starken Kupferdraht sehr gut vorstellen (gerade wegen der Knickfreudigkeit und der Reissfestigkeit). Eine Gummierung als Träger für die Knetmassen solltest Du mit geeigneten Matrialien selbst auftragen, nachdem das Drahtgestellt steht. Ein Rundgang im Bastelladen ist angesagt.
Handelt es sich um Figuren mit definierten Gelenkpunkten, wie Hals, Lende, Hüfte, Arme, Knie, Hände, Füsse etc.) kommst Du um Gelenke nicht herum. Die Bewegungen werden besser ausführbar sein. Dann sollte der Draht steif sein (z. B. Alu). Einfache Gelenke bestehen aus gebogenen Ösen am jeweiligen Drahtende, die dann mit Kupferdraht, starkem Schusterzwirn oder starker Angelschnur mit einander verbunden werden. Das schlabbert aber ein wenig und setzt eine schwer formbare Knetmasse darüber voraus, um die nötige Steifigkeit zu erhalten. Es kann auch ein Stück Kupferdraht über den Gelenkpunkt hinweg an die Aludrähte gebunden werden. Das ermöglicht Halt, bietet aber einen definierten Knickpunkt durch das Ösengelenk. Gelenke werden deshalb oft aus kleinen Metallbrücken gefertigt, die die Bewegung dann auch nur in bestimmten Richtungen/Radien erlauben (Knie z. B.).
Zum guten Schluss hilft nur Experimentieren. Faktoren, wie die Größe der Puppe, Schwerpunkt, Gewicht der Massen, Bewegungs-/Knickpunkte, nötige Steifigkeit usw., hängen so sehr von einander ab, das man erst beim Bauen merkt, wo der Hase im Pfeffer liegt.
Viel Spaß,
Reiner
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