AW: Stimmen verzerren - sehr schlechtem Empfang aus dem Radio
Hallo Jürgen,
ich würde die dafür typischen Nebengeräusche (Rauschen, Brodeln, Pfeifen usw.) nicht in Adobe nachbilden, das ist eine Menge Arbeit und geht einfacher. Das Problem ist, daß die typischen Nebengeräusche Zufallscharakter haben. Am besten, Du nimmst ein Radio, das Mittelwelle oder Kurzwelle hat. Wichtig: In den Abend/Nachtstunden geht das sehr gut, vor allem auf Kurzwelle auf den Rundfunkbändern wirst Du abends zwischen den Sendern das perfekte Hintergrundgeräusch finden. Das sind z.B. das 49m-Band um 6 MHz herum, oder 41m ca. 7 MHz. Du kannst ja auch noch einen Sender so verstimmt einstellen, daß er noch etwas als Störung reinsplattert. Dieses Geräusch nimmst Du auf, und darüber legst Du dann später Deine Stimme, also ein reiner Mischvorgang. Deine Stimme bekommst Du verzerrt, indem Du eine krumme Übertragungskennlinie definierst, die möglichst viele kleine Ecken und Kurven hat. Hinterher schickst Du das Ergebnis noch durch einen 5kHz-Tiefpass und mischt das Resultat zu dem aufgenommenen Geräusch. Diese Kennlinienfunktion heisst bei CoolEdit "Distortion", also Verzerrung. Sowas müsste es in Adobe auch geben. Ich denke, realistischer als mit der Aufnahme der Geräusche über ein Radio bekommt man es nicht hin. Ich würde meine Stimme über meinen Messsender ausstrahlen, direkt empfangen und aufnehmen, aber einen Messsender haben wohl die wenigsten hier. Wenn Du es noch realistischer machen willst, kannst Du die Lautstärke Deiner Stimme noch verändern und so das typische Fading bei schlechtem Empfang nachbilden. So, daß sie manchmal fast im Brodeln absäuft und gerade noch verständlich ist.
Viele Grüße
Horst
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