Viel Stoff Cici
Zitat:
Zitat von Cici
... ABER:
Im Film würde man da einen Schnitt und danach eine Grossaufnahme der Kirchuhr machen. Diese Grossaufnahme entspricht aber auch nicht einem Bild, wie wir es mit den Augen sehen können, wo wir doch unter der Kirche oder weit weg stehen, wenn wir auf die Kirchuhr schauen.
|
Klar, hast Du recht. Das Problemetische ist halt wohl die "Zoom-Fahrt" an sich, die unnatürlich ist. Ansonsten sieht man es halt so, als ob man direkt vor der Uhr stehen würde. Das "Dazwischen" wird vom Zuschauer assoziiert...
Zitat:
Zitat von Cici
Darum sehe ich das Zoom nicht unbedingt NUR als meist ungeeignet, WEIL es nicht dem natürlichen Sehen entspricht - denn viele Perspektiven, wie auch die Vogelperspektive, Froschperspektive etc. enstprechen nicht dem alltäglichen Sehen ...................................
.............................
|
Stimmt auch, aber wie vorher schon geschrieben => das Sehen an sich ist dabei natürlich. Selbst wenn ich auf dem Boden liege + filme, oder von einem Hochhaus runter "schiesse".....
Aber klar, es stimmt was Du sagst => selbst eine total "unmenschliche Kamerasicht" wie z.B. Hitckcocks "Vertigo-Effekt" hat seine stilistisch/künstlerische Berechtigung + inzwischen absoluten Kultstatus.
Dazu mal ein Textauszug bei Wikipedia:
"Im Filmbereich hingegen ergeben sich zahlreiche kreative Möglichkeiten durch den Einsatz von Zoomobjektiven, die mit Festbrennweite nicht zu erreichen sind. Hitchcock beispielsweise kombinierte in seinem Film Vertigo eine Kamerafahrt mit einem Zoom, was eine dynamische, beunruhigende Größenverhältnisänderung in der Szene erzeugte. Diese Gestaltung trägt seitdem den Spitznamen "Vertigo-Effekt". Auch andere intensive Nutzer des Zoom-Effekts wie beispielsweise Sergio Leone, Stanley Kubrick oder Peter Jackson schufen vielfältige künstlerische Gestaltungen, die nur mit Zoomoptiken zu realisieren sind."
Aber sie haben es auch sehr sparsam eingesetzt. Und auch nur da, wo es wirklich passte + keinen Betrachter abschreckte....