Zitat:
|
Zitat von Manfred_B
Hallo,
In Punkt 8 habe ich geschrieben, dass man einen Fernseher mit einer Auflösung von 1920X1080 benötigt, um die volle Qualität des HDV zu sehen.
Die "normalen" HD ready Fernsehgeräte haben eine Auflösung von 1366X768, was im horizontalen Bereich und für die 1080 Version auch im vertikalen Bereich unter der Auflösung von HDV liegt.
Ich hoffe, dass die Unklarheit jetzt beseitigt ist.
|
Um die volle HDV Auflösung sehen zu können, reicht grundsätzlich natürlich eine native HDV1 respektive HDV2 Auflösung. Und zumindest HDV1 Auflösung können durchaus einige HD-Ready Geräte in bereits erträglichen Preislagen.
Das, was das Auge bei einem normalen Betrachtungsabstand auflösen kann, ist nicht unbedingt nur durch die native Auflösung des Sichtgerätes definiert. Sonst käme 720p in empirischen Tests nicht besser raus als 1080i, zumindest bis Sichtgeräte mit 50 Zoll Diagonale.
Echte HD-Auflösung wird im Bereich der Sichtgeräte mittelfristig natürlich kommen, keine Frage. Gibt es bei einigen Geräten auch schon heute, sind aber natürlich bei entsprechender Qualität noch relativ teuer.
Wenn man feststellt, dass HD-Ready Geräte in der Auflösung heute zumeist unter HDV2 liegen, ist dies zwar technisch richtig - aber reflektiert nicht den Umstand, dass diese Sichtgeräte eine deutlich besser Auflösung als heutige SD-Geräte haben. Und damit profitiert man sehr wohl von der erhöhrten Auflösung dieser Geräte, in der Kombination HDV auf HD-Ready Geräten. Wer das nicht glaubt, sollte sich das Bild von einer wirklich hochwertigen Quelle auf diesen Geräten mal in der Praxis ansehen.
Zitat:
|
Zitat von Reinhard Dehmel
.
Was nutzt mir ein Film, den ich vielleicht bei mir ansehen kann, wenn er aber mein Haus verlässt, für andere nutzlos, weil nicht abspielbar, ist.
|
Natürlich produzieren heute sicherlich viele Leute neben einer HDV-Version auch eine SD-Version von HDV-Filmen - und die kann man ja auf eine herkömmliche DVD brennen. In der Übergangszeit.
Bei den Standalones kommen Blue Ray und HD-DVD erst, aufgrund der Kopierschutzdiskussionen verzögert sich das, wofür wir der Industrie Danke sagen können. Übrigens nicht so in den USA oder NTSC-Ländern, dort findet man diese Geräte sogar schon in Wal Mart, wie ich kürzlich selbst gesehen habe.
Aber es gibt auch heute für uns im PAL-Land Lösungen, etwa in Form von Mediaplayern wie dem SC200, oder durch Abspielen von PC, speziellen HD-Playern oder vom Camcordern selbst. Wir haben dazu doch etliche Diskussionen geführt, für die, die es interessiert:
http://videotreffpunkt.com/board.php?boardid=45
Dass Technologien bei der Einführung teuer sind, war immer so, und wird immer so sein. Bei den Preisangaben wäre ich aber doch korrekter - die FX1 etwa bekommt man heute für einen Strassenpreis um die 3000 Euro herum, wenn man will.
http://www.geizhals.at/eu/a118027.html
Bei den Schnittprogrammen lernen auch langsam die 100 Euro Programme den HDV-Schnitt, etwa im erwähnten VdL, Pinnacle Studio oder auch im Uleads Videostudio 10. Persönlich rate ich aber unverändert von der Verwendung derartiger Programme für den HDV-Schnitt ab - Lösungen wie Adobe Premier 2, Canopus Edius, Uleads MSP8 oder auch Vegas machen da mehr Sinn.
Man profitiert übrigens in der jetztigen Übergangszeit sehr wohl auch von HDV, wenn man SD-Produktionen machen will. Man bekommt doch immerhin echtes 16:9 in einer sehr guten SD-Qualität, wenn man aus den HDV-Geräten bei der Ausgabe die downconversion zu SD macht. Und die gesamte Bildqualität ist doch besser, als bei den üblichen Consumer-/Prosumer SD Geräten.
Der Zeitpunkt, zu dem natürlich jemand persönlich umsteigen will, hängt von verschiedensten Faktoren ab. Geld ist ein nicht unwichtiger Punkt, aber ist heute nicht mehr der Ausschließungsgrund. Eine HC3 in Kombination mit einem HDV-fähigen Einsteiger-Schnittprogramm und als Abspielmöglichkeit einen SC200 ist durchaus nicht mehr unendlich teurer, als eine entsprechend SD-Ausrüstung.