...ich "schmeiss" hier mal einen älteren Text rein, den ich an anderer Stelle schon gebracht hatte. Er enthält ggf. Hinweise/Lösungswege/Anregungen:
"Mit ´nem digitalen Camcorder und Anschluss an den PC über Firewire (I-Link) das Rohmaterial ohne Qualitätsverluste auf dem PC im Dateiformat DV-AVI "einfangen" (Capturing).
Ich persönlich habe eine Digital8 von Sony mit digitalem Ein-und Ausgang
sowie zusätzlich analogem S-Video/Video-IN (Eingang). Nebenbei bemerkt:
das hat den Vorteil, das man die Kamera auch für ältere analoge Video-
Aufnahmen zur Konvertierung nutzen kann. Das klappt bei mir z.B. über die
Konstellation
S-VHS Videorekorder oder Hi8-Camcorder
- Digital8-Camcorder als Konverter - Firewire - PC
hervorragend. So habe ich schon ca 40 Stunden älteres selbstgedrehtes
S-VHS-Videomaterial auf DVD archiviert.
Welches Programm Du am besten verwenden solltest? Tja, ich war auch einmal "Beginner" und rückblickend schätze ich es sehr positiv ein, dass ich mich nicht sofort auf eine sogenannte „One-Klick-Lösung“ eingelassen habe, sondern mit dem kostenlosen Moviemaker 2.0 von Microsoft (ist Bestandteil von Windows-XP) und einigen zusätzlich erforderlichen Programmen meine „ersten Schritte“ tat. Der Moviemaker lief bei mir immer stabil und hat hervorragende Ergebnisse gebracht. Dazu arbeitet er in Echtzeit, hat ein skalierbares Vorschaufenster und noch viele andere versteckte Details, die mancher „One-Klick-Lösung“ immer noch fehlen. Das war aus heutiger Sicht ein guter Einstieg. Der Moviemaker bringt für Beginner alles mit, was erforderlich ist: Timeline mit guter und einfacher Schnittfunktion, Nachvertonung, Titel, Abspanne, jede Menge Blenden (Achtung! Blenden sparsam verwenden, manchmal sind dramaturgisch harte Schnitte besser) und Effekte - also, für`s erste alles vorhanden! Die Ausgabe des fertigen Films sollte im gleichen Datei-Format wie das Eingangsmaterial erfolgen: als DV-AVI.
Hierzu folgende Anleitung für die Ausgabe des fertigen Films:
Moviemaker: Aufgaben / Film fertigstellen / Auf Computer speichern /
im folgenden Menü-Assistenten einen Namen für den Film eingeben und Speicherort auswählen. "Weiter"
Im folgenden Fenster "DV-AVI (PAL)"wählen und auf "Weiter" klicken /
Im nächsten Fenster: Nach einem Klick auf [Weiter] wird der Film gerendert und auf der Festplatte abgelegt. Die geschätzte Zeit wird angegeben, kann bei 1 Std. Film schon mal auf eine irre hohe Stundenzahl hochlaufen, relativiert sich dann langsam auf die wirklich benötigte Zeit (ca Laufzeit des Films).
Ein letzter Klick auf den Button „Fertigstellen“ und der Film kann schon mal im MediaPlayer betrachtet werden.
Der Moviemaker beinhaltet allerdings keinen MPEG-2 Encoder. Darum muss das sogenannte „Encodieren“ (das heisst, der Film wird in das MPEG 2-Format umgerechnet) mit einem separaten Encoder erfolgen. Das hat aber den Vorteil, dass man sich nicht auf einen bei den „One-Klick-Lösungen“ beigelieferten Encoder verlassen muss. Diese mitgelieferten Encoder zeichneten sich in der Vergangenheit nicht gerade durch gute Ergebnisse und schnelle Arbeit aus und wurden auch nicht immer in der aktuellsten Version „beigegeben“. Aber die Firmen Ligos, Mainconcept, Pegasys (TMPG) usw. haben natürlich ihre Hausaufgaben gemacht und können heute tlw. schon „brauchbares“ vorweisen. Wer jedoch mal den Spitzen-Software-Encoder CCE (Cinema Craft Encoder) kennengelernt hat, die Qualität und rasante Arbeitsgeschwindigkeit erlebt hat, der weiß schon, was er möchte... (
http://www.cinemacraft.com/eng/product.html). Es muss auch nicht unbedingt die Version für 1950 $ sein. Die vereinfachte und wesentlich günstigere Basic-Version gibt es für 58 $. Die leistet die gleiche Qualität, hat nur nicht so viele Einstellmöglichkeiten, was für Beginner eigentlich schon wieder ein Vorteil ist. Und „die Katze im Sack“ muss man hier auch nicht kaufen: es gibt zeitlich unbegrenzte Trial-Versionen, die in der „Probierzeit“ lediglich ein kleines Logo einblenden.
Nun fehlt zum Speichern auf einer DVD nur noch eine „Authoringsoftware“ (die es ja reichlich gibt). Ich empfehle hierfür den „TMPG-DVD-Author“, mit der die DVD-Menüs erstellt und mit dem sehr einfach zu bedienenden höchst zuverlässigen integrierten Brenn-Tool die DVD´s gebrannt werden können. Diese Software ist gerade mit der Verwaltung der zu brennenden Gigabytes nicht so „einnehmend“, wie Vergleichsprodukte, die tlw. nicht in der Lage sind, die Kapazität der DVD entsprechend auszunutzen.
Alle von mir verwendeten Anwendungen habe ich unter dem Gesichtspunkt höchstmöglicher Videoqualität eigener Camcorderaufnahmen auf DVD mit geringst möglichem materiellen Einsatz zusammengestellt.
Häufig wurde mein Blick jedoch von den werbewirksam präsentierten „One-Klick-Lösungen“ abgelenkt, ich ließ mich also „verführen“. Fast alle einschlägig bekannten Videobearbeitungs-Lösungen, von Ulead über Magix, Powerdirector, Honestech, Roxio etc. habe ich so kennengelernt, ja - manche sogar fürchten gelernt!
Mein Fazit deckt sich mit den Feststellungen in allen Internet-Foren: „DIE“ Software gibt es (noch) nicht. Aber es gibt einige, um die sollte man einen großen Bogen machen. Es sei denn, man möchte seine Leidensfähigkeit (Software-Masochismus) unter Beweis stellen. Ich möchte hier jetzt nicht von meinen gesamten Erlebnissen mit jeder einzelnen Software berichten, aber ein herausragendes Ergebnis soll hier noch beschrieben werden. Das es sich dabei um das an vielen Stellen so hochgelobte Produkt „Video de Luxe“ von Magix handelt, mag viele erstaunen und enttäuschen, die den bunten Magix-Karton so toll finden.
Wenn schon andere Software, dann besser nicht von Magix!!! Ich habe VideodeLuxe vor ca 1/2 Jahr wegen schwerer Produktmängel zurückgegeben: z.B. "Bild und Ton asynchron", bekannter Magix-Fehler auch in den Vorgängerversionen schon seit langer Zeit. Sieht gut aus, wenn der Mund aufgeht, aber der Ton an anderer Stelle liegt...im Magix-Forum findet sich einiges zum Thema....Es wurde an anderer Stelle von „Betroffenen“ mal berichtet, das der Fehler in Zusammenhang mit größeren Videodateien, also längeren Filmen, auftaucht. Ich habe es bei einem Film von ca 1 Std Länge besonders drastisch erlebt. Nachdem ich mit Video de Luxe den gleichen Film 3x neu erstellt hatte, um immer wieder mit asynchronem Ton belohnt zu werden, habe ich den gleichen Film mit dem Moviemaker im ersten Durchgang fehlerfrei in Rekordzeit fertiggestellt! Dann die Sache mit der Einstellung der Samplingfrequenz für Audio. Da gaukelt Video de Luxe dem Nutzer doch glatt die Einstellmöglichkeit von 48KHz vor, und fragt auch noch, ob die Einstellung für weitere Arbeiten übernommen werden soll...hohoho, weder die eine noch die andere Einstellung führt zu 48 KHz! Konsequent arbeitet die Software alles auf 41 KHz! Dafür darf sich der Encoder anschließend „etwas“ sehr viel länger quälen, um auf 48 KHz nach DVD-Spezifikation zu kommen – wird schon keiner merken...wir haben ja Zeit...
Oder die Sache mit den Filmclips auf der Timeline: Video de Luxe speichern/beenden, nach dem nächsten Öffnen großes Staunen, viel Filmclips finden sich an anderer Stelle wieder. Naja, hat man wohl nicht aufgepasst. Also: sortieren, abspeichern, schließen – öffnen: Überraschung – und wieder eine neue Anordnungsvariante....Dieses Kunststück habe ich einigen Zeugen mehrfach vorgeführt.
Kürzlich las ich in einem Forum, das ich nicht der einzige bin, der dieses Kunststück beherrscht.....
Naja, ist der Film für Video de Luxe wohl zu lang (1 Std !)
Seit ein paar Monaten arbeite ich nun mit dem Easy Media Creator von Roxio, ein Softwarepaket für ca 70-80 € mit wirklich brauchbaren Tools (auch Photosuite), enthält u.a. den Video Creator 7, der tolle und verblüffende Möglichkeiten für die Videobearbeitung enthält, dabei aber besser zu händeln ist, als VideodeLuxe.
Einzig die Performance, da muss man etwas relaxt mit umgehen...aber die Ergebnisse sind Klasse...
Ein vielversprechendes Licht leuchtet indes am Horizont: Adobe will Ende Oktober „Premiere Elements“ herausbringen, eine „Normalnutzer“-Version des bekannten Video-Bearbeitungsprogramms „Premiere“, und das für erschwingliche 100 €, zusammen mit „Photoshop-Elements“ für 149 € (einzeln je ca 100 €).
Eine Software mit kaum weniger Funktionen, als der „große Bruder“, z.B. eine Timeline mit 99 Video- und 99 Audiospuren...
Soll Videoschnittanfängern den Einstieg leicht machen aber auch professionelle Ergebnisse liefern...
Ok, sicher konnte ich keine „direkten“ Antworten auf Deine Fragen liefern, aber ein paar Impressionen aus der Welt eines ehemaligen „Beginners“, der mittlerweile „seinen“ Workflow gefunden hat und mit den Ergebnissen äußerst zufrieden ist....und ab und zu noch mal über den Tellerrand schaut, was so läuft...
In diesem Sinne"
Gruß
grau