Von
Siggi-V erhielt ich eine
PN, was i.O. ist, konnte aber nicht antworten, weil er selbst anscheinend PNs an ihn gesperrt hat. Oder? Keine Ahnung, also hier:
Einleitend:
Ich benutze für Aufnahmen aus dem TV drei Pioneer HDD/DVD-Recorder.
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Das hat vor allem drei Gründe:
-1- Bei Pioneer werden aus Filmen herausgekürzte Stellen auf der Festplatte sofort wieder als Speicherplatz freigegeben.
-2- Bei Pioneer gibt es unendlich viele Möglichkeiten, die Auflösungen einzustellen:
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-3- Die Pioneer-Geräte benutzen offensichtlich für MPEG einen Encoder mit einer ungeheuren
VBR-Bandbreite und für die Wiedergabe eine herausragende Technik (Decoder, Filter).
Womit wir beim Thema sind.
In vielen Versuchen habe ich herausgefunden, dass es Unsinn ist, sich auf numerische Daten für die "Qualität" bei Wiedergaben von einer DVD zu kaprizieren.
- Was zählt ist allein, was das menschliche Auge wahrzunehmen fähig ist und was der Betrachter beim Anschauen eines DVD-Videos hinsichtlich der Güte empfindet.
Geld für die Datenträger spielte bei mir keine entscheidende Rolle. Zwar kaufe ich bloß den "billigen Schrott" bei ALDI und LIDL, doch eine ganze DVD für nur 120 Minuten (MN21 / SP) zu vergeuden, schien mir hirnrissig.
So rutschte ich über MN15 (180 Minuten - 720x576) immer weiter runter über MN9 (240 Minuten - 720 x 576) auf MN7 (300 Minuten -
352 x 576).
Viele Beucher hier wurden dazu mißbraucht, eine ganz einfache Frage zu beantorten: "Wie gefällt Dir das Bild hier auf dem TV? Ist da was faul dran, oder ist es völlig in Ordnung?" - Die Besucher sahen vielleicht das Emblem von Pro7 oder RTL oder WDR in einer Bildecke, wußten aber nicht, ob sie Analog-Kabel, DVB-C oder DVB-T zu sehen bekamen. Alle fanden das Bild "gut", hatten jedoch nur Aufnahmen von einer gebrannten DVD zu sehen bekommen.
Nun noch etwas:
Bei einem Spielfilm in MN7 (5 Std. je DVD) mag man zwar "mit dem technischen Argus-Auge" Schwächen entdecken, doch mit Zuschauer-Auge und -Ohr folgt man der Handlung, ist man vom Geschehen gefesselt und merkt überhaupt nicht einen etwaigen Unterschied zwischen LP und SP.
Alle Spielfilme und Reports, die ich aus dem TV aufnehme, bringe ich mit MN7 auf die Festplatte und dann geschnitten und mit passenden Menüs (3er-, 4er-, 6er- oder 10-er Gruppen, bei 10 als Textzeilen) per Highspeed-Copy auf die DVDs. Das gibt enorme Archive.
Zu den Menüs ein 4er-Beispiel:
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Nun die Seite der
Eigenproduktionen:
Es ist klar, daß ein ausführlicher Urlaubsfilm keine 5 Stunden verschlingt, also auch kein MN7 verlangt. Er wird i.d.R. auch nicht mit anderen Eigenproduktionen auf derselben DVD untergebracht. Er mag eine Stunde dauern oder nur die Hälfte davon oder als "Film" eine halbe Stunde, zu der ich dann auch noch einen Teil des Rohmaterials als DV und Sonstigem (z.B. Grafiken) in einem DATA-Ordner auf der DVD unterbringe.
JETZT geht es um ein Optimum an Qualität, das sowohl den Kriterien des Rohmaterials (DV) wie auch den Kriterien des gerenderten Formats (MPEG2)
ausreichend gerecht wird. Dieses Optimum wird nicht von der möglichst hohen Zahl bei MPEG2 bestimmt, sondern vom kleinstmöglichen Wert bei MPEG2, über den hinaus eine "sichtbare" Verbesserung bei
nicht extremen Bildinhalten mit höheren Werten nicht mehr erzielt werden kann.
Da ging Probieren über Studieren.
Für den MainConcept-Encoder bei Video Deluxe befand ich die Einstellung 7.000 als Maximum, 5.000 als Durchschnitt und 2.500 als Minimum bei VBR für
völlig ausreichend. (Meiste gehe ich sogar auf 6000/4500/2500 runter.) Alles, was ich in teils sehr komplexen Motiven bei DV als technisch überzeugend gut ansah, kam mit diesen Einstellungen von einer gebrannten DVD gleichermaßen gut herüber - ohne jeden Abstrich.
Was ich evtl. noch tat: Statt der üblichen 15er GOPs durch Einstellungen kürzere GOPs (I-Frame alle 6) herbeiführen.
Auch mit anderen Programmen (Ulead, Adobe) war über ein gewisses Maß an Auflösung eine
wahrnehmbare Verbesserung nicht zu erzielen.
Spiele ich DV über den Pioneer 530H ein, bringt zum Beispiel
XP (MN32 - 61 Minuten - 720 x 576) gegenüber
SP (MN21 - 120 Minuten - 720 x 576) nicht den geringsten Vorteil. Ich habe es ausgereizt mit gerissenen Zooms, abenteuerlichen Schwenks und sonnenglänzenden Spinnweben im Morgentau - nix zu machen, über MN21, also SP, hinaus war für mich und andere keine Verbesserung wahrnehmbar.
Zur Wiedergabe wurde stets der Panasonic (siehe oberes Bild) herangezogen. Meine "Freunde" bei SATURN ermöglichten mir aber auch (und tun es immer gern mal wieder), mit einer DVD dort anzutanzen und und sie zu verschiedenen Displays zu schicken - incl. Plasma. Da nutzte ich dann etwas, was normale Videoschnitt-Programme kaum ermöglichen: die Fähigkeit der Pioneer-Recorder, Videos mit völlig unterschiedlichen Auflösungen auf dieselbe DVD zu brennen. Also pumpte ich eine DVD mit anspruchsvollem Material von DV voll, das ich in zahlreichen Variationen von MN7 bis MN32 zur Recorder-HDD überspielt hatte.
Und siehe da: Bei MN7 zappelte der Stream zwischen 2,5 und 6,9 mbps herum, bei MN9 zwischen 4 und 7 mbps, bei MN15 zwischen 4 und 8 mbps mit einem Mittel um 6 mbps, bei MN21 zwischen 5 und 8,5 mbps und bei MN32 zwischen 6 und 10 mbps.
Hier ein Eindruck von heute (Radrennen) und extra für Euch:
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Man erkennt, dass der Pioneer eine umso größere VBR-Bandbreite ein- und herstellt, je niedriger die Auflösung ist. Damit will er nach unten enorm sparen, nach oben aber trotz allem die Qualität sichern.
Neu:
Ich hatte ja von einem guten Bekannten einen HDD/SD-Camcorder von Panasonic hier zum Test, mit dem ich tüchtig ins Gericht gegangen bin. Entsprechend dem oben Erläuterten bin ich auch hier vorgegangen und habe
festgestellt, dass es völlig überflüssig ist, in XP aufzunehmen. (Dieses "Ding" werde ich mir selbst auch noch holen, sobald die Preise weiter purzeln.)
Überzeugt war ich vor allem von den Aufnahmen auf SD, wo der Ton nur in MPEG-Stereo aufgezeichnet wird. Ich bin kein Sound-Fex und sehr zufrieden, wenn der Sound in Stereo und nicht übertriebener Breite aus der Richtung kommt, wo auch das Bild sich darstellt.
Was ich auf und von der DVD bekam, war einfach völlig ausreichend (oder anders: überzeugend gut), wobei ich natürlich Wert auf die Feststellung legen muß, dass auch SmartRender genutzt werden kann. Wird viel geschnibbelt und auch noch weitgreifend Sound (Musik) untergelegt, muß zwar gerendert werden, doch hole ich mir die Einstellungen dann aus dem MPEG, das vom Camcorder angeliefert wurde bzw. lasse ich "Smart Render" aktiviert und biete im Video selbst dazu eine ungeschnittene Stelle als Erstes an, damit das Programm auch begreift.
Sollte es freilich darum gehen, dass man eine Auftragsarbeit erledigen oder "Sendequalität" anstreben muß, kann man ja immer noch - quasi ausnahmsweise - in XP aufnehmen. Wenn der Auftrag nicht gerade von einem Konzern oder einem Verband kommt, wo sich kompanieweise Miesmacher und Besserwisser herumtreiben, würde ich mir auch das sogar sparen oder ihnen vorlügen, das Quellmaterial sei mit "HighEnd"-Equipment in "HD" aufgenommen und dann "angepaßt" worden. (Bislang war immer Bedingung, auf DVD in einer Qualität und Gestaltung zu liefern, die "überall auch wirklich abspielbar" sein sollte!!! - Na? - Klingelt es?)
Zusammenfassung:
Worauf es bei der Video-Herstellung ankommt, das ist eine Auflösung, die beim Betrachten des Videos überzeugt. Dazu gehören keine numerischen Spitzenwerte, sondern vor allem ein guter Encoder, welcher eine
hohe VBR-Bandbreite einstellen läßt.
XP ist in jedem Falle übertrieben, vergeudet HDD-/SD- und DVD-Speicherplatz, erhöht den Renderaufwand und auch das Risiko, dass Low End-DVD-Abspieler überfordert werden (Stack-Overflow, Stottern).
Es kann ja mal jemand einen Versuch anstellen und DV-Material mit
8.000 max.,
4.000 (VIERtausend) durchschnittlich und 2.500 min. zu MPEG2 rendern. Er/sie wird sich wundern...