Das zu erklären würde jetzt enorm tief in die Materie gehen, daher mal ganz einfach erklärt (zumindest versuche ich es):
Das Bild bei 16:9 ist ja deutlich breiter als das Bild bei 4:3. Die Höhe des Bildes ist aber gleich. Und die Kamera erzeugt immer (!) ein 4:3-Bild. Bei der anamorphen Aufzeichnung für 16:9 ist das Bild gestaucht, bei der Aufzeichnung von 4:3 ist das Bild
nicht gestaucht.
Der Kamera ist es durch festgelegte Normen vorgeschrieben, was hinten rauskommen muß. Wie die Kamera das macht, ist indes egal. Das Ergebnis zählt. Jetzt kommt das Seitenverhältnis ins Spiel. Da bei 16:9 und 4:3 die Höhe gleich ist, die Breite aber nicht, geht die S15 her und knapst oben und unten einen unwichtigen kleinen Teil (dazu weiter unten mehr) ab. Und links und rechts kommt was dazu (siehe Beispiel mit dem Türstock). Da oben und unten die breiteren (und damit längeren) Seiten sind, kommt mehr weg, als links und rechts (die kurzen Seiten) dazukommt. Daher sind das weniger Pixel, aber für die Details des 16:9-Bildes ist das besser, auch wenn es komisch klingt.
Und warum macht die S15 so komischen Sachen? Weil dann für das breitere 16:9-Format (für die größere Breite des Bildes) mehr Pixel zur Verfügung stehen. Die fehlen zwar dann oben und unten, aber ein großer Teil davon ist sowieso im sog.
Overscan enthalten und somit nicht sichtbar. Die S15 verwendet bei der 16:9-Aufnahme also tatsächlich einen anderen Ausschnitt auf dem CCD und macht das ziemlich schlau.
Hinten kommt natürlich ein normgerechtes PAL-SD-Bild in echtem, anamorphen 16:9 raus. Und dieser andere Bildausschnitt auf dem CCD trägt unter anderem dazu bei, daß das Bild der SDR-S-Dinger so homogen wirkt.
Grüße
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