Angeregt durch einen Bericht über die Mino Flip habe ich mich mit kleinen Pocket Camcordern beschäftigt und den Wunsch verspürt, auch so eine kleine Videocam zu besitzen.
Nachdem ich 2 Nachmittage Beispiel-Videos auf You Tube gesichtet habe, stand fest, die Kodak Zi8 mit dem Makro-Schalter sollte es sein, das Video mit der Nahaufnahme einer Blumenknospe gab den Ausschlag.
Geliefert wurde die Zi8 nicht nur portofrei, sondern zusätzlich mit einer 8 GB SDHC und einem Ersatz-Akku. Obendrein gab es noch eine 4 GB SDHC drauf zu, weil ein bestimmter Bestellwert überschritten wurde. Den Kaufpreis von 189 € sehe ich daher als Schnäppchen an.
Zuerst habe ich die beiden Akkus aufgeladen, je Akku gut 2 Stunden.
In der Zwischenzeit habe ich das beigefügte Handbuch studiert:
Auf der Oberseite der Makro-Schalter, gekennzeichnet mit Berg- und Blume-Symbol, in der Makrostellung wird auf dem Display die Blume eingeblendet.
Auf der Vorderseite die Linse – f 2.8 – und der Batterie-Fachdeckel. Die Linse ist erstaunlich lichtstark und bringt auch bei Funzellicht doch erstaunliche Ergebnisse.
An der linken Seite Anschluss für ein ext. Mikro, A/V und HDMI-Ausgang, Stromanschluss 5 V.
Rechte Seite mit dem Power-Knopf, SD-Schacht und USB-Stecker, die Entriegelung dazu ist auf der Unterseite, sowie das Stativgewinde und ein Steg für eine Handschaufe.
Auf der Rückseite ist das relativ grosse Display, der zentrale als Joystick ausgebildete Start- und Steuerknopf sowie vier kleine Tasten für Menü, Löschen, Aufnahme und Bearbeiten.
Es kann in den Formaten 1080p, 720p/60, 720p, WVGA und Stehbild aufgenommen werden.
Bei der Moduswahl wird die jeweilige noch verfügbare Aufnahmekapazität angezeigt; angezeigt ist jedoch sehr daneben, es handelt sich wohl eher um eine grobe Schätzung bei möglicher Höchstdichte des Datenstroms.
Wird die SD im lfd. Betrieb entnommen, schaltet sich die Cam aus.
Vom Einschalten bis zur Aufnahmebereitschaft vergehen 3 Sekunden, die Aufnahme wird innerhalb einer Sekunde gestartet.
Die Videowiedergabe ist möglich vor und zurück mit 2-, 4-, 8- und 16-facher Geschwindigkeit, sowie Wiedergabe in Zeitlupe. In der Pause kann das Video Bild für Bild vor und zurück angesehen werden.
Der ruckelfreie 4-fache Digitalzoom ist in den beiden ersten Stufen verhältnismäßig gut, ab Stufe 3 sehen die Farben verwaschen aus, es wird doch mächtig interpoliert.
Ein Einzelbild wird auch auf 5,3 MP bei 16:9 interpoliert, die Qualität ist annehmbar.
Die Kodak Zi8 meldet sich als Massenspeicher (z.B. LW G) an, zudem wird ein CD-Laufwerk Arcsoft (z.B. LW F) angemeldet.
Die Media Impression for Kodak bringt die Zi8 mit - steht nicht im Handbuch –, und unter Windows 7 ist zu beachten, dass das Setup im Kompatibilitäts-Modus gestartet wird; ansonsten macht Win 7 – 32 Bit - die Grätsche.
Es ist erstaunlich, was dieser kleine Pocket-Camcorder kann.
Die Geräuschkulisse beim Aufnehmen durch das interne Mikro stört mit Eigengeräuschen der Cam, und das Mikro lässt sich leider nicht abschalten.
Die Gesichtserkennung ist ein Witz, es gibt keinen Autofocus.
Ebenso die Antishake-Funktion, ich habe mit oder ohne gleichbleibend verwacklungsfreie bzw. verwackelte Videos gedreht.
Nichtsdestotrotz ist die Kodak Zi8 ein digitaler Pocket Camcorder, mit dem ich meinen Spaß als „Immer-dabei-Cam“ haben werde.
