Samsung Hmx H-200
...mein erster Camcorder und mein erster Erfahrungsbericht damit.
Gut drei Stunden habe ich mit diesem Camcorder inzwischen in HD (auf
SunDisk (Extreme) Videokarten aufgenommen und so doch Einiges an Erkenntnis gewonnen...
...Erkenntnis über Filmen im Allgemeinen und diesen Camcorder im Besonderen.
Mangels eines geeigneten PCs zur HD Weiterbearbeitung habe ich alle Aufnahmen "ungeschminkt" auf die Festplatte eines Multimediaplayers (Emtec) überspielt und schau mir das Ganze vorerst auf einem HD tauglichen Flachbildschirm an.
Diesmal aber nur zum "Besonderen" - und das sind sicher alle Aufnahmeergebnisse bei kritischen bis schlechten Lichtverhältnissen.
Damit meine ich Tages- und Kunstlicht gemischt, grell - farbige Spots in Studioräumen und auf Bühnen und Scenen von nachgerade finsteren Ecken.
Ich habe unter gleichen Bedingungen Aufnahmen einer Digitalen SLR-Kamera mit Sensor in KB-Größe als Vergleich. Ohne Nachbearbeitung mit Photoshop sind die Ergebnisse (am gleichen Bildschirm betrachtet) fast gleichwertig.
Auch die bisher gefrehten kurzen Sequenzen bei "optimalem" Tageslicht reichen meinen, nicht unbedingt auf diese Aufnahmesituation ausgerichteten Anforderungen. Hier allerdings zeigt sich (dem SLR verwöhnten Auge) der große Nachteil von Geräten mit fehlendem Sucher (mit Sonne im Rücken taugt der Monitor gerade mal als Rasierspiegel).
Außerdem ist die Monitoreinfassung aus so dünnen Schwimmentchenplastik, dass sie sich bei festerem Anfassen - und das geschieht zwangsweise beim Zoomen mit den Tasten am ausgeklappten
Monitor - ein wenig verbiegt und scheuernde Geräusche produziert. Damit könnte man leben, würde nicht das Mikrophon dieses "Knarzen" perfekt aufnehmen und in leisen Passagen gut hörbar und unverfälscht wiedergeben.
Auch die, in einigen Bewertungen beanstandeten "undefinierbaren" periodisch auftretenden Knackgeräusche liefert mein H-200.
Allerdings sind sie sehr wohl zu identifiezieren, nämlich als Anschlaggeräusch der zurückschnalzenden Zoomwippe.
Wird die Wippe bei egewünschter Zoomeinstellung nicht einfach losgelassen, sondern ebenso sachte zurückgeführt wie zuvor betätigt, trübt kein Mißton die Aufnahme.
Die zuweilen bemängelte "extrem große" Aufnahmelautstärke läßt sich mit meiner Gerätekombination bei der Wiedergabe sehr feinfühlig herunterregeln.
Bleibt noch der Eindruck, den mir Optik, Zoom und Bildstabilisator
hinterlassen. Schneider-Kreuznach (ob nun wirklich vor Ort oder sonstwo weltweit) hat noch nie Schlechtes gebaut - so denke ich auch nicht mit diesem Objektiv. Da ich meine H-200 nicht zum Ablichten von Testtafeln, sondern zum unbeschwerten und unauffälligen "Draufhalten" in bewegter Umgebung (Proberäume und Bühne) gekauft habe, werde ich mögliche Vignettierungen und Aberrationen wohl nie registrieren.
Der 20- fache Zoombereich übersteigt für mein Einsatzfeld weit das
sinnvoll einsetzbare Maß. Dagegen schätze ich den zwar geringen - aber immerhin vorhandenen Weitwinkelbereich. Zum Bilstabilisator nur soviel....kein Fotograph würde ab einer Brennweite von 200mm (im KB Format) ohne Stativ ein knackscharf unverwackeltes Foto erwarten. Warum das ausgerechnet bei den irrsinns Zoombereichen vorausgesetzt wird?
Alles in allem ist die H-200 ein sympathisches kleines HiTec-Spielzeug, das im richtigen Umfeld und Ausmaß eingesetzt, wohl lange richtig Spaß
bereiten kann.
Wer beim aktuellen Preis von rund 300,- Euro alles an Technik und Ausstattung erwartet (vom externen Mikro-Anschluß mit Aussteuerungskontrolle über optischen Sucher und allen denkbaren manuellen Korrektur- und Eingriffsmöglichkeiten) , wird wohl auch sonst im Leben nicht oft glücklich werden.
Also - wer trotz des geringen Pretigewertes einer "Samsung" einen problemlosen und angemessen qualitätsvollen Camcorder sucht, wer sich im Technikdatendschungel erst gar nicht verirren und seinem Budget
nicht Böses will......soll's ruhig mit einer H-200 versuchen.
Akku aufladen - einschalten - Smart Auto Taste drücken und staunen, was eine handvoll Elektronik so an Filmvergnügen bereit hat.
Beste Wünsche! Gerj
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