Sony DCR-TRV 80 E - Wer hat Erfahrung??
Hallo hansjörg48,
ich besitze seit knapp zwei Jahren die TRV 30 E (Vor-Vorgänger der 80E) und bin mehr als zufrieden, die Kamera ist schon ein solides Prachtstück und liefert hervorragende Resultate, die im Vergleich zu den analog aufgezeichneten VHS-, S-VHS- , Video-8 und Hi8 - Filmen einen Quantensprung bedeuten, von der Möglichkeit des verlustfreien Schneidens und Kopierens mal gar nicht zu reden.
Zu dem Vorhaben, die alten analogen Aufnahmen zu digitalisieren:
Ich habe dasselbe (bislang noch immer nicht perfekt gelöste) Problem mit vielen Video 8 und Hi8 - Filmen, die ungeschnitten der Bearbeitung harren.
Tatsächlich habe ich einige wenige Filme vom Hi8-Recorder über den Analog-Eingang der Sony auf Mini-DV-Cassette aufgenommen, um sie später per Firewire-Kabel auf den Rechner zu übertragen, wo ich sie mit Adobe Premiere bearbeitet und geschnitten habe. Das funktioniert natürlich, bedeutet aber für die Digitalkamera eine Menge mechanische Belastung, die eigentlich nicht ins EDV-Zeitalter passt.
Die zweite Möglichkeit besteht darin, den Film mit der digitalen Kamera gar nicht erst aufzunehmen, sondern das Signal nur "durchzuschleifen", die Kamera also quasi als Analog-/Digital-Wandler zu "missbrauchen".
Auch dieses Verfahren funktioniert; Adobe Premiere 6.5 kann das von der Sony weitergegebene digitale Signal aufnehmen und als avi-file speichern. Die weitere Bearbeitung und der Schnitt unterscheiden sich nicht von der Variante 1.
Die neueste Premiere-Version, "Premeire Pro" kann das leider nicht mehr, weil sie beim Importieren zwingend das Laufwerk einer digitalen Kamera steuern möchte.
Inzwischen arbeite ich daran, folgendes Verfahren zu optimieren:
Ausgabe der alten analogen Filme per Videorecorder direkt (also ohne den Umweg über die Videokamera) in den S-Video Eingang meines Rechners und Aufzeichnung in digitaler Form als avi-file auf die Festplatte, z. B. mit Nero Vision Express. Import in Adobe Premiere, dort weitere Bearbeitung wie oben.
Nach Bearbeitung und Schnitt ist die Ausgabe auf ein digitales Medium, egal ob Mini-DV-Cassette oder DVD, oder in der Not auch S-VCD mit geeigneten Programmen, wie Nero 6.0x oder Ulead Filmbrennerei 2, kein Problem.
Die derzeit vernünftigste Methode des Asservierens unserer Filme dürfte wohl die Ausgabe auf DVD sein, da dieses Medium eine gute Haltbarkeit verspricht und abnutzungsfrei abgespielt werden kann, dazu kommt die weite Verbreitung von DVD-Playern, die inzwischen billige Massenprodukte sind.
Die wenigen Filme, die ich bislang mit Methode 1. oder 2. bearbeitet und auf DVD gebrannt habe, sind jedenfalls qualitativ ohne Fehl und Tadel.
Ich hoffe etwas weitergeholfen und Denkanstöße gegeben haben zu können.
mfg
HH
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