Zitat:
Zitat von Alexander1987
1) Ich bin ein ambitionierter Hobby Filmer und multimedia elektroniker der bad eine Filmschule besuchen wird.
2) Das Spielberg diese kamera für manche szenen eines filmes benuzt hat, war mir unbekannt.
3) und nicht frühzeitige urteile auf einem Pototyp.
4) Momentan, bin ich schon ein bisschen mehr af die HVX-200 interessiert, aber das schpeichermedium ist mir momentan zu klein für mehrere stunden aufnahme, und da eine lösung währe ein externer Festplatten recorder von focus.
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1) Das hört sich schon mal gut an. An Filmschulen kann man natürlich auch Kameras ausleihen und man kann man verschiedene Systeme ausprobieren. Gefragt habe ich, weil eben verschiedene Kameras für verschiedenes zu gebrauchen sind. Jede Kamera hat ihre Stärken und Schwächen. Was Low-Light betrifft, so muss man dies genauer präzisieren:
Das Low-Light Verhalten der HVX200 kann ich folgendermassen beschreiben: sie ist WENIGER Lichtstark als einige Konkurrenten, aber sie ist nicht die lichtschwächste. Die FX1 ist beispielsweise lichtstärker als die HVX200. Das ist aber nur EIN Punkt. Dafür hat die HVX200 bei Low-Light-Aufnahmen ein schönes, sattes Schwarz. Gerade die lichtstarken Kameras haben oft KEIN schönes Schwarz, sondern sie sehen aus, als hätte man einfach den Gain-Wert sehr stark hochgedreht. Dann sieht man zwar auch noch das auf dem Bild, was bei der HVX bereits im Dunkeln verschwindet (also eben das Resultat von Lichtstärke), dafür gibt es dann selbst bei den dunkelsten Punkten kein Schwarz, sondern ein rauschendes Grau. Da ich beispielsweise nur tags filme und oft noch viel zu viel Licht habe, brauche ich eine Kamera, die TAGS überzeugt. Und bei der HVX200 habe ich den tollen 1/64 ND-Filter, den ich oft brauche, weil ich oft VIEL ZU VIEL Licht habe. Die FX1 könnte bei dem Licht gar nicht erst filmen, sondern man müsste einen Filter separat dazu kaufen und ihn aufschrauben - das könnte Probleme mit Vignettierung geben etc. etc.. Mir würde also die Lichtstärke einer FX1 gar nichts bringen...
Ein Hochzeitsfilmer sagt nun natürlich, dass er 6 Stunden filmen muss und weil er keinen Assistenten hat, wären für ihn P2-Karten für 6 Stunden zu teuer, also ist für ihn die HVX nichts - es sei denn er kauft sich 4 Firestores. Für einen Profi wäre das durchaus realistisch - für einen Gelegenheits-Hochzeitsfilmer lohnt sich dann aber eine Kamera mit Kassette mehr.
Im Vergleich der neuen Sony XDCAM EX und der HVX200 sind aber Kassetten bei der Sony gar nicht mehr im Spiel. Man MUSS entweder die Professional Disc kaufen, oder eine Express-Card. Die Express-Card kostet gleich viel wie die P2 Karten und ist etwa gleich gross. Es passt NICHT mehr Material drauf, sondern Sony schraubt einfach die Datenrate bei der Aufnahmen runter, um die 16GB (z.B.) mit mehr Material befüllen zu können. Bei der Panasonic hat man halt "nur" maximal 32 Minuten für eine 16GB Karte mit High-Definition und 64 Minuten für eine 32GB Karte (im November). Sobald man aber in SD filmt, kann man bei der HVX entweder ein paar Stunden auf die Karte aufnehmen, oder man nimmt auf Kassette auf. Die Sony bietet die Kassette GAR nicht mehr an und man muss eine relativ teure Professional Disc kaufen. Wer die Kassette gar nicht mehr braucht, dem kann das natürlich egal sein - also wieder die Frage, WAS man filmen will. An einer Film(hoch)schule müsste man dann natürlich schauen, ob sie mit allen Medien klar kommen (auch wegen der Software).
2) nicht nur EINE Szene für EINEN Film... das war einfach ein Beispiel, das uns alle verwundert hat, weil die Kamera praktisch noch nicht erhältlich war und schon war sie für so ein Projekt im Einsatz. Mittlerweile gibt es noch mehr Filme mit Golden Globes und teils mehreren Oskars, bei denen die HVX eingesetzt wurde. Hauptkamera ist jeweils eine 35mm Kamera oder eine grosse HD-Kamera und die HVX nimmt man für Point-of-View Aufnahmen oder eben Greenscreen. Sie ist handlicher als eine grosse HD-Kamera, also nimmt man sie z.B. in engen Räumen (Schächten oder in Autos), wo die grosse HD-Kamera nicht gut reinpasst und man das Auto aufschneiden müsste - oder aber für Special Effekte, die mit 35mm-Kameras zu schwierig sind. Einige Serien, wie z.B. "4400 die Rückkehrer" (Pro Sieben) werden mit der HVX gedreht. Wenn man in Deutschland Making-of's für Musikvideos und Werbevideos sieht, dann ist momentan meist die HVX200 zu sehen. Ihr Material wird dann mit 35mm Material gemischt und bei Low-Budget Produktionen sind die ganzen Clips mit der HVX gedreht. Bei Musikvideos will man am PC noch viel bearbeiten und dafür ist das Bild der HVX wegen des hochwertigen Codes und der Voreinstellungen am besten geeignet.
Die XL-H1 ist auch viel für Produktionen im Einsatz: nämlich für Fernsehproduktionen (also Filme, Serien etc., die nicht ins Kino kommen, sondern direkt am TV gesendet werden) denn sie hat ein sehr gutes HD-Bild. Für Special Effects im Kino ist sie aber ungeeignet - genauso wie die FX1 und die JVC Kameras (HD101 etc.).
Die FX1 bzw. Z1 ist sicherlich die beliebteste Allrounderin für Semiprofis, wenn das Budget beschränkt ist. Sie macht tolle HD-Aufnahmen und ist dazu noch handlich und eben günstig. Wegen der wenigen Einstellfunktionen für's Bild, kann man sie aber nicht mit anderen Kameras synchronisieren, weshalb sie für TV-Serien und Kinoproduktionen NICHT geeignet ist.
Wo ALLE diese Kameas starke Probleme haben, ist bei den Viewfinders und LCDs: sie ALLE sind nicht ideal für HD und brauchen darum wenn möglich einen externen HD-Monitor. Wer Helligkeitswerte und Schärfe auf professionellem Niveau beurteilen will, der arbeitet in dieser Klasse mit einem externen HD-Monitor.
3) das ist klar: URTEILEN bezüglich der ganzen Kamera ist jetzt noch nicht möglich. Da aber bekannt ist, dass die Kamera beispielsweise lange GOPs verwenden wird, kann man schon sagen, dass das zu den bekannten Problemen führen wird und man oft gerne dort in der Aufnahme einen i-Frame hätte, wo die Kamera gerade keinen hat.... Und dass die Kamera keine Möglichkeit bietet auf Kassette aufzunehmen kann man auch schon diskutieren (ob positiv oder negativ), denn das steht fest und dafür reicht schon der Prototyp.
4) klar: ein Firestore ist momentan da noch die richtige Lösung. In den Filmstudios arbeiten sie interessanterweise trotzdem mit Speicherkarten, weil man den Filmrollenwechsel nach 1 bis 11 Minuten gewöhnt ist und darum kann man den Workflow so lassen: der Rollenwechsler wird zum Kartenwechsler und die Dreh- / Pausezeiten bleiben die gleichen. Ab November wird man wie gesagt wenigstens schon so viel filmen können wie mit einer Kassette (64 Minuten in HD) und danach wird es mit jeder Verdoppelung der Kassette gegenüber interessanter (z.B. 4 Stunden HD mit der 128GB Karte etc.).
Bei allen Kameras kommt es eben auch drauf an, welchen Workflow man bevorzugt bzw. was der Schnittplatz anbietet, den man benutzt.
Alles muss abgewogen werden und dann erst kann man die Kamera kaufen. Es steht NICHT von vornherein eine Kamera fest, die einfach in allem besser ist, als die anderen. Jeder muss für sich das Richtige finden. Für viele wird diese neue Sony die beste Alternative sein. Beispielsweise für die, welche lange Aufnahmezeiten mit der Speicherkarte verbinden wollen und HD brauchen, aber kein professionelles Aufnahmeformat benötigen.