login
search
 
subnavi
werbung

Das Glossar bei digitalvideoschnitt.de

Fachbegriffe aus der Welt des Videoschnitts kurz erklärt! 

Cliffhanger

Cliffhanger – Wikipedia

Cliffhanger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Filmbegriff Cliffhanger, zu weiteren Bedeutungen siehe: Cliffhanger

Cliffhanger wird heute hauptsächlich mit Fernsehserien, Seifenopern oder selten mit planvoll fortgesetzten Kinofilmen assoziiert. Der Begriff steht für den offenen Ausgang einer Episode auf ihrem Höhepunkt. Den Fortgang der Handlung beantwortet die nächste Episode.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Erläuterung
  • 2 Kinofilme mit Cliffhangern
  • 3 Fernsehserien mit Cliffhangern
  • 4 Siehe auch
  • 5 Weblinks

[Bearbeiten] Erläuterung

Das englische Wort Cliffhanger bedeutet wörtlich übersetzt „Klippenhänger“. Seinen Ursprung hat dieser Begriff in dem Roman A Pair of Blue Eyes von Thomas Hardy aus dem Jahr 1873, der, wie damals üblich, als monatliche Serie in einer Zeitschrift erschien: In einer Szene in den Steilhängen am Bristol Channel kann sich Henry Knight nur noch an einem Büschel Gras festhalten, um nicht in seinen sicheren Tod zu stürzen.

Die Cliffhanger-Szene band die Leser an den Fortsetzungsroman, weil die Auflösung des hängenden (Suspense) Spannungsbogens erst in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift oder Zeitung zu erfahren war. Diese Methode der Kundenbindung beeindruckte andere zeitgenössische Autoren vor allem der Trivialliteratur; es kam zu etlichen Nachahmungen; der Begriff Cliffhanger verbreitete sich.

Genre-erweiternd setzten dann unzählige US-amerikanische Kinoserien (Serials) der 1930er-Jahre (Flash Gordon, Buck Rogers) diese Form plakativer Zuspitzung ein. Diese Filme waren üblicherweise etwa 30 Minuten lang und wurden wöchentlich wechselnd vor dem eigentlichen Hauptfilm gezeigt. Wollte der Zuschauer die Handlung der Serie mitbekommen, musste er jede Woche ins Kino gehen, egal welcher Hauptfilm folgte.

Eine Besonderheit war die Zeichentrickserie Mighty Mouse (deutsch auch Oskar, die Supermaus): sie begann mit einem Cliffhanger, dieser veranlasste Mighty Mouse jeweils zu einer Rettungsmission.

[Bearbeiten] Kinofilme mit Cliffhangern

Mittlerweile gibt es auch einige Kinofilme, die mit einem Cliffhanger enden und einen weiteren Teil nach sich ziehen. Dabei ist es oft so, dass der Nachfolgeteil bereits geplant oder sogar gedreht ist. Beispiele dafür sind:

  • Aliens vs. Predator
  • Arthur und die Minimoys 2 – Die Rückkehr des bösen M.
  • Batman Begins
  • Star Wars: Das Imperium schlägt zurück
  • Der blutige Pfad Gottes 2 (noch keine Fortsetzung gedreht)
  • Der Goldene Kompass (noch keine Fortsetzung gedreht)
  • Der Herr der Ringe: Die Gefährten
  • Der Herr der Ringe: Die zwei Türme
  • Fantastic Four
  • Fluch der Karibik 2
  • Godzilla (Emmerich) (mit einer Animations-Serie fortgesetzt)
  • Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1
  • James Bond 007: Casino Royale
  • Kill Bill – Volume 1
  • Matrix Reloaded
  • New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde
  • Resident Evil
  • Sherlock Holmes (2009)
  • Skyline
  • Spawn (noch keine Fortsetzung gedreht)
  • Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock
  • Star Wars: Angriff der Klonkrieger
  • Zurück in die Zukunft
  • Zurück in die Zukunft II

Eine besondere Variante ist der Film Charlie staubt Millionen ab (The Italian Job, 1969), weil sein Ende ein „Cliffhanger“ im wörtlichen Sinne ist, eine zunächst geplante Fortsetzung aber nie gedreht wurde.

[Bearbeiten] Fernsehserien mit Cliffhangern

Besonders in Fernsehserien arbeiten die Autoren gern mit Cliffhangern, um so den Zuschauer zu veranlassen, sich auch die kommende Folge anzuschauen. Besonders ausgeklügelte Cliffhanger gibt es zum Ende einer Staffel, da man schwer einschätzen kann, wie viele Zuschauer über die Sommerpause der jeweiligen Serie treu bleiben. Oft arbeiten die Autoren dann mit extremen Überraschungen in der Handlung und mit brenzligen Situationen, in denen das Leben eines oder mehrerer der Hauptcharaktere in Gefahr ist. Damit ist es auch möglich, bestimmte Personen wegen fehlgeschlagener Honorarverhandlungen in der Staffelpause ausscheiden zu lassen. Diese Form des Staffelabschlusses prägten insbesondere die großen Abendsoaps in den 1980er Jahren, wie Dallas und Der Denver-Clan.

[Bearbeiten] Siehe auch

  • Twist (Literatur)
  • Teaser
  • Zeigarnik-Effekt

[Bearbeiten] Weblinks

 Wiktionary: Cliffhanger – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Cliffhanger aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.