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Vertonung

Vertonung – Wikipedia

Vertonung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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13:54, 5. Mär. 2009 (CET)

Die Vertonung ist die Umsetzung eines literarischen Textes in Musik (Vokalmusik), in ein akustisches Medium (Hörspiel) bzw. die Hinzufügung von akustischem Material (Stimme, Geräusch, Musik) zu einem Film.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Vertonung in der Musik
  • 2 Vertonung im Film
    • 2.1 Filmmusik
    • 2.2 Nachsynchronisierung
  • 3 Siehe auch

[Bearbeiten] Vertonung in der Musik

Wenn ein Komponist sich dazu entscheidet, einen vorliegenden Text zur Grundlage einer Komposition zu machen, spricht man von einer Vertonung. Im Unterschied zum Arrangement wird als Ausgangsmaterial keine bereits vorhandene Musik dafür benutzt, sondern nur der Text.

Ursprünglich bildete die Vielfalt biblisch-religiöser Texte die Grundlage für Vertonungen im Bereich der geistlichen Musik (Kirchenmusik): Psalmen- Passions- Requiem-, Messvertonungen oder Oratorien, Motetten sowie Choräle sind bis heute wesentlicher Bestandteil musikalischen Schaffens.

Auch Gedichte und Balladen werden für Kunstlieder verwertet, Libretti, die vorhandene Theaterstücke, Sagen, Romane und Kurzgeschichten verarbeiten können, für Opern, Operetten und Musicals.

Zu einigen Texten (wie Goethes Mignon) gibt es mehrere Vertonungen, die entweder unabhängig voneinander oder im Bewusstsein des Vorgängers entstanden (Aida als Musical von Elton John auf der Grundlage von Giuseppe Verdis Oper Aida). So existiert die Oper Turandot von zwei verschiedenen Komponisten: Ferruccio Busoni und Giacomo Puccini. Nachteil einer doppelten Vertonung ist, dass sich ein Werk gegen das vorher bekannte durchsetzen muss.

Auch nichttextliche Kunstwerke erfahren musikalische Vertonungen. Die bekannteste Vertonung auf dem Gebiet der Malerei schuf Modest Mussorgski mit "Bilder einer Ausstellung" (1874).

[Bearbeiten] Vertonung im Film

Bei der Filmproduktion wird der entstehende Ton, also die Dialoge und Geräusche zwar aufgezeichnet, dieser Ton hat aber meistens nicht die gewünschte Qualität. Daher werden die Dialoge häufig später noch einmal im Studio eingesprochen und die Soundeffekte nachträglich hinzugefügt.

[Bearbeiten] Filmmusik

Filmmusik stellt ein eigenes Genre der Musik da, und dient primär zur dramaturgischen Unterstützung des Films. Emotionen können wirksamer transportiert werden.

[Bearbeiten] Nachsynchronisierung

Häufig klingt der Originalton (O-Ton) nicht so "satt" und spektakulär, wie man sich es wünschen würde. Daher ist es die Aufgabe des Geräuschemachers (engl. Foley Artist), die passenden Geräusche im Studio zu erzeugen. Dabei greift er häufig auch zu unkonventionellen Mitteln. Zum Beispiel klingt ein Löffel, der in Mehl gedrückt wird, genauso wie Schritte im Schnee. In der Regel greifen die Tonstudios für die Postproduktion auf sogenannte "Konserven" (Tonarchive) zurück.

[Bearbeiten] Siehe auch

  • Komposition (Musik)
  • Synchronisierung

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Vertonung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.