Zoetrop
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Das Zoetrop, auch Zootrop (im Volksmund auch Wundertrommel genannt) ist ein von William George Horner (1786–1837) 1834 erfundenes optisches Gerät, später viel benutztes Spielzeug, das ein Vorläuferverfahren der Kinematographie darstellt.
[Bearbeiten] Funktionsweise
Das Zoetrop besteht aus einer, meist schwarzen, oben offenen, drehbaren Trommel, an deren Rand sich in regelmäßigen Abständen enge Schlitze befinden. An der Innenwand der Trommel liegt ein Papierstreifen mit zumeist gezeichneten Bewegungsphasen, mit ebensovielen Bildern wie die Trommel Schlitze hat. Die Trommel wird in Drehung versetzt und der Betrachter blickt durch die vorbeiziehenden Schlitze auf den Papierstreifen. Der dabei entstehende Effekt entspricht im Wesentlichen der Funktionsweise großer Filmprojektoren. Durch das schnelle Vorbeiziehen der Schlitze entsteht vor dem Auge ein ständiger Wechsel von Bild und Dunkelheit. Auf Grund der Trägheit unserer Augen verschmelzen die einzelnen Bild-Phasen dabei zur Bewegung.
[Bearbeiten] Geschichte
Zum Zeitpunkt seiner Entstehung konnte sich das Zoetrop nicht sofort durchsetzen. Erst in den 1860er Jahren fand es – zuerst in den Vereinigten Staaten – unter dem Namen Zoetrop oder Wheel of life Verbreitung. Es folgten Weiterentwicklungen wie das Praxinoskop.
Heute ist das Zoetrop vor allem als Kinderspielzeug bekannt, nicht zuletzt, weil es jedermann mit geringem Aufwand selbst herstellen kann. Doch auch in den historischen Sammlungen von Filmmuseen hat das Zoetrop seinen festen Platz, da es die grundlegende Funktionsweise des Films auf einfache Art darstellt.
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